honigdieb.com den Honigdieb nennt man Imker

Willkommen bei der

Imkerei von Dirk Germ

in Norderstedt

Ich berate gerne "nette Nachbarn", die Fragen zu Wespen und Hummel in ihrem direkten Lebensbereich haben.

Meistens reichen einfache Verhaltensregeln im Nestbereich aus um ein Zusammenleben von Mensch und Tier zu ermöglichen. Eine Nestbeseitigung ist in der Regel nicht notwendig! Überlegen Sie als Betroffene selbst, ob Sie für einen kurzen Zeitraum, von Juni bis Sept, nicht Ihr Verhalten anpassen können! Haben Sie die Tierart bestimmt, dann können Sie sich, z.B. bei Wikipedia, das nötige Wissen aneignen. Im Vordergrund sollte immer der Nesterhalt stehen.

Hinweis: Alle wild lebenden Tiere unterliegen den allgemeinen Schutzvorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG). Nach § 39 Abs. 1 Nr. 1 sowie Nr. 3 BNatSchG ist es verboten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen, zu fangen, zu verletzen oder zu töten sowie die Lebensstätten wild lebender Tiere (wie zum Beispiel Nester) ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Diese allgemeinen artenschutzrechtlichen Verbote gelten auch für die sogenannten Hautflügler, zu denen u. a. die Wespen, Hummeln und Bienen zählen.

Diese Seite ist nur für diejenigen gedacht, die sich, nur mal schnell und kurz, eine Zusammenfassung zum Thema Wespen, Hummeln und Co. anlesen möchten.

 

Hinweis: Ich bin kein WESPEN - Notdienst und auch kein Schädlingsbekämpfer!!!

Und dann gibt es noch die Abgrenzung zu den besonders geschützen Arten. (s.a. Rote Liste/Bedrohte Arten)

Zu den besonders geschützten Arten nach der Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung zählen auch die Hautflüger (Hornisse, Wildbienen und Hummeln).

 

Die Kosten für die naturschutzrechtliche Genehmigung sowie für die fachgerechte Umsiedlung oder Beseitigung von besagten Insektenvölkern hat der Hilfesuchende selbst zu tragen.

 

Hinweis: Nach § 44 Abs. 1 Nr.1 sowie Nr.3 BNatSchG ist es verboten, wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten sowie ihre Entwicklungsformen oder Fortpflanzungs- oder Ruhestätten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören.

Sollte eine Umsiedelung oder eine Nestzerstörung unumgänglich sein, ist diese von einem Fachmann durchzuführen. Des Weiteren ist hierfür eine schriftlichen Ausnahmegenehmigung bei der zuständigen Naturschutzbehörde zu beantragen.

Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein

Ich habe hier mal ein paar Beispiele und Bilder der bekanntesten Arten und Rassen zusammengestellt. Die grobe Arteneinteilung lässt sich relativ einfach am Aussehen, Nestbau und Verhalten der Tiere vornehmen.

 

Für den schlechten Ruf der Wespen sind fast ausschließlich die "Deutsche" und die "Gemeine" Wespe verantwortliche.

Wespe: hier die Deutsche Wespe

Erkennungsmerkmale:

am Kopfschild ein bis drei Punke

Nestbau: meist unterirdisch oder in dunkeln Hohlräumen

Volksstärke: 1000 -> 10.000 Tiere

Zu den uns bekannten Plagegeistern, die u.a. auch Süßwaren und Lebensmittel fressen, zählt auch die Gemeine Wespe

Erkennungsmerkmale:

am Kopfschild ein "Stirch" der von oben nach unten breiter wird als Zeichnung

Nestbau: meist unterirdisch oder in dunkeln Hohlräumen

Volksstärke: 1000 -> 10.000 Tiere

Zu denen in der Regel völlig harmlosen Tieren gehört die Hummel und die Hornisse.

 

 

Und auch die anderen Wespenarten sind in der Regel ungefährlich.

Ja, auch die Hornisse ist harmlos! Sie kann man sogar streicheln!

 

Bitte nur nicht am Nest hantieren und nicht direkt "anatmen".

Hornisse (Vespa crabro)

in der Regel ungefährlich,

nicht das Nest stören und nich anatmen!

Erkennungsmerkmale:

am Hinterkopf deutlich verbreitert rot-braun gefärbt, Körper rotbraun gezeichnet

Nestbau: gerne in hohlen Bäumen, aber auch in anderen Hohlräumen,

das Nest ist in der Regel nach unten hin weiter offen, Kotspuren unter dem Nest (Ammoniakgeruch)

Volksstärke: 100 - 700 Tiere

Beutetiere:

sind vor allem Zweiflügler (Diptera).

Es werden aber auch viele andere Insekten, z. B. soziale Faltenwespen oder Honigbienen (ohne nennenswerte Auswirkung auf die Völker) erbeutet. Die etwa 22 Std. pro Tag aktiven Hornissen jagen auch nachts bei fast völliger Dunkelheit.

Hornissen gehören zu den besonders

geschützten Tierarten und stehen auf der „Roten Liste" als gefährdete Art

Merkblatt Hornissen

 

Hummel (Bombus)

Ganz oben auf der Speiseliste der Hornisse steht übrigens die anderen Wespenarten.

 

Zitat Poldi (schönster Jungdrache der Welt) : "Komm her, ich will dir fressen!!

Sächsische Wespe

Die Tiere sind recht friedlich, nur bei unmttelbarer Erschütterung an Nest werden Flugataken gestartet.

Erkennungsmerkmale:

Sternschild mit "Anker" oder "Krohne"

Nestbau: an geschützten Stellen in Gebüschen, an Gebäuden, Dachboden, Balkon

Volksstärke: 100 - 300 Tiere

Feldwespe (gallische Feldwespe)

Die Tiere sind recht friedlich, nur bei unmttelbarer Erschütterung an Nest werden Flugataken gestartet.

Erkennungsmerkmale:

langestreckter Körperbau, nierenförmige Augen, Kopfschild oft komplett gelb

Nestbau: Freinester, freiliegende Waaben oder in kleine Hohlräumen

Volksstärke: 10 - 30 Tiere

Mittlere Wespe (kleine Hornisse)

in der Regel ungefährlich

Erkennungsmerkmale:

am Kopfschild ein Strich

Nestbau: charakeristisch am Gebäude oder im Gebüsch frei hängend, Einflug am Nest als Stutzen

Volksstärke: 150 -> 500 Tiere

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, das Stiche von Bienen und Wespen in der Regel Schmerzen verursachen. Im späteren Verlauf können Schwellungen, allergische Reaktionen und der wunderbare Juckreiz folgen. Die Ausprägungen können sehr unterschiedlich und auch gefährlich sein! Es hilft fast immer nur die Kühlung!

Bei Symptomen wie Schwindel, Erbrechen, Atemnot oder Ohnmacht sollte sofort ein Notartz (Tel.: 112)

gerufen werden. Eine schwere allergische Reaktion kann unbehandelt tödlich enden kann.

Das gleiche gilt auch bei Stichen im Mund- und Rachenraum, da diese dazu führen können, dass die Atemwege zuschwellen. Menschen, die wissen, dass sie allergisch reagieren, sollten immer ein Notfallset griffbereit haben.

Im übrigen werden auch wir Imker ab und zu gestochen. Und je nach Einstichstelle kann die massive Schwellung auch fantastische Formen annehmen. ;-)

 

Besonderes empfindlich sind die stark durchbluteten Hautbereiche am Kopf, Hände und Füßen.

Ich rate dringend davon ab, die Entfernung oder Umsiedelung eines Nestes selbst zu versuchen.

Die Wespenarten und auch die Hummeln wissen sich bei einer Bedrohung ihrer Nester und anderem Fehlverhalten zu wehren.

Purer Aktionismuns ist zielloses Handeln ohne Aussicht auf Erfolg!

Versuchen sie sich mit den Tieren einen Sommer lang zu arrangieren. Den Hummeln und Wespen sind einjährige Völker und der Staat löst sich im Herbst bei zunehmender Kälte auf. Allein die begatteten Jungköniginnen überleben im Winterschlaft zwischen Totholz oder Steinen. Der alten "Papiernester" zerfallen und werden natürlich nicht wieder bezogen.

 

Im August fühlen sich alle von der Wespe bedroht. Meistens handelt es sich um die "Deutsche" oder die "Gemeine" Wespe. Es gibt zu dieser Jahreszeit fast keinen Nektar mehr und die Tiere leiden an Hunger.

Und wer an Hunger leidet, lässt sich durch nichts aufhalten!

Die Nester haben zu dieser Jahreszeit ihre größte Volksstärke erreicht und wenn die Tiere die Quelle für Kohlenhydradte erst einmal ausgemacht haben, dann .....

Es hilft praktisch nur, das Essen zu entfernen, die Getränke abzudecken und mit dem Strohhalm zu trinken! Vergessen Sie auch nicht die Teller mit den Essensresten abzuräumen und sich die Hände zu waschen. Der Duft ist einfach zu verlockend. Die Umgebung wird weiter von den Tieren erkundet werden.

Ablekungsmanöver mit Sprühwasser, Kaffee oder gar das aufstellen von speziellen Fallen sind dummes Zeug!

Das ist wie mit der Lottoquote. Es müsste schon Honig in Nachbars Garten vom Himmel regnen, das alles Wespen auf einmal weg sind. Da ist der Wunsch der Vater des Gedankens.

Ich weiß es ist schwer, aber schlagen Sie nicht nach den Tieren!!

Vermeiden Sie es die Tiere direkt anzuatmen! Also, nicht wegpusten und fortblasen!

 

Ansonsten gilt allgemein, das Wespen und Hornissen nur stechen, wenn sie sich oder ihr Nest bedroht fühlen.

 

Richtiges Verhalten in Nestnähe löst 90 Prozent der befürchteten Konflikte von alleine.

Ein versehendlich halb zerstörtes Horrnissennest in einer Garage gab Anlass für einem Noteinsatz!

 

Das Horrnissennest war im Halbdunckeln kaum zu sehen und 1/4 des Nestes wurde durch Zufall unten abgeschlagen. Der Verursacher des Unfalls ist mit zwei Stichen glimpflich davon gekommen. Bis zu diesem Tage sind die Eigentümer der Garage direkt am Nest vorbei gegangen und hatten von ihren Untermietern überhaupt keine Notiz genommen.

Da an der Garage unmittelbar ein Fahrrad- und Gehweg angrenzt, habe ich hier Gefahr in Verzug gesehen und das Nest zerstört. Eine Umsiedlung war hier leider nicht mehr möglich. Das Nest wurde, auf dem Bild nicht besonders gut zu erkennen, auch um den linken Stützbalken herumgebaut gebaut. So eine Nestzerstörung ist auch für den Fachmann die absolute Ausnahme.

Stört ein Nest am Standort, so helfen kleinere Umbauten am Nest oder das Umsiedeln eines Wespenvolkes mitsamt ihrem Nest an einen weniger störenden Standort.

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