honigdieb.com den Honigdieb nennt man Imker

Willkommen bei der

Imkerei von Dirk Germ

in Norderstedt

Je nach Herkunft gibt es verschiedene Honigsorten, die sich auch in Farbe und Geschmack unterscheiden.

 

In Norddeuschland ernten wir überwiegend Raps-, Linden- und Heidehonig als Sortenhonig.

Obst- oder Sommerblütenhonig haben meistens viele verschiedene nektarspendende Blüten wie z.B. von Obstbäumen, Löwenzahn, Brombeere oder Weißklee. Die Konsistens und der Geschmack ist immer ein anderer und immer wieder spannend.

Die Sammelbienen befliegen zahlreiche Blütenpflanzen im Umkreis des Bienenvolkes, um Nektar, Honigtau und Pollen einzutragen. Honigbienen sind blütenstet, d.h., eine Biene besucht während eines Ausfluges nur Blüten derselben Pflanzenart. Sofern die angesteuerten Pflanzen genügend

Sammelgut offerieren und weiterhin attraktiv genug sind, bleibt die Biene auch bei den weiteren Flügen dieser Pflanzenart treu. Neben der Blütenstetigkeit (Artstetigkeit) sind Sammelbienen auch ortsstet. Erfolgreiche Sammelbienen rekrutieren mittels der Tanzsprache weitere Bienen, welche ebenfalls die auserwählte Trachtquelle anfliegen. Bedingt durch die Vielfalt an Nektar und Honigtauquellen entsteht ein großes Spektrum an unterschiedlichen Honigen. Quelle: Deutscher Imkerbund

Die deutschen Imker mit ihren Bienen gehören zu den fleißigsten auf der Welt. Jedes Bienenvolk produziert eine durchschnittliche Erntemenge von 20–30 kg Honig. Zusammengerechnet ernten die deutschen Imker 15.000–25.000 t Honig pro Jahr – das entspricht etwa 20 % des Verbrauchs in Deutschland. Und dennoch könnte es mehr sein, denn die Nachfrage nach Echtem Deutschen Honig übersteigt bei weitem das Angebot. Das liegt daran, dass die Deutschen auf einem Spitzenplatz im weltweiten Honigverzehr liegen: Rund 1,1 kg werden pro Kopf und Jahr „vernascht“. Quelle: Deutscher Imkerbund

 

Heide-, Sommerblüte-, Obst- und Rapshonig

Und warum kosten bestimmte Honigsorten, z.B. der Heidehonig, so viel mehr?

 

Der Imker muss zur Gewinnung von Heidehonig viel Arbeit investieren. Auch für die Bienen ist die Belastung wesentlich höher. Das Bienenvolk hat im August seinen Zenit in der jahreszeitlichen Entwicklung bereits überschritten und arbeiten sich sprichwörtlich zu Tode. Die Honigernte ist viel geringer als bei anderen Trachten und der Aufwand für die Bienenwanderung ist hoch. So ist bei jeder Wanderung mit den Bienen hierfür beim zuständigen Veterinär das Gesundheitszeugnis und die Futterkranzporbe vorzulegen. Des Weiteren hat Heidehonig eine sehr zähe Konsistenz und will einfach nicht aus Waabe kommen.

Sehr sehr anstrengend und Zeitaufwendig.

 

Ich verkaufe in der Regel nicht viel Honig an der "Haustür" und habe immer noch günstige Preise. Der Honig muss ja auch unters Volk gebracht werden.

Der Raps- und Sommerblütenhonig im 500 g Honigglas kosten bei mir in der Saison 2018 immer noch 5 EUR und im 250 g Honiglas

3 EUR.

Die Händler der süßen Ware wollen am Honigverkauf auch noch etwas verdienen. Auf Hamburger Wochenmärkten werden mittlerweile bis zu 8 EUR für ein 500 g Rapshonigglas bezahlt.

Die Kunden wünschen sich Regionale Produkte und sind bereit dafür tief in die Tasche zu greifen.

Für uns Hobbyimker bildet sich der Preis durch das Verhältnis zwischen dem lächelnden zufriedenen Kunden und dem dafür erforderlichen Aufwand an Material, Futter und Arbeit. Das Imkern ist ein zeitaufwendiges Termingeschäft, und machmal auch schwere körperliche Arbeit. Wir Hobbyimker machen es aus Spaß an der Tierhaltung und nicht aus geschäftlichem Interesse. Das ist meine Überzeugung.

Mit der Entwicklung des internationalen Honigpreises können und wollen wir nicht konkurrieren.

Warum wird macher Honig fest und anderer wieder nicht?

 

Schleuderfrischer Honig ist in der Regel klar und flüssig. Aber der naturbelassene Honig wird früher oder später immer fest. Er kristallisiert. Wie schnell das geht, hängt von der konkreten Zusammensetzung des Honigs ab. Die Mengenverhältnise von Glucose zur Fructose spielt hier eine entscheidende Rolle. Es gibt Sorten, wie etwa der Lindenhonig, der Monate braucht um zu kristallisieren. Das Produkt ensteht sowohl aus der Lindenblüte als auch aus dem Honigtau. Die Zusammensetzung des Lindenhonigs ist je nach Wetterlage sehr unterschiedlich, aber der Gehalt an Mineralstoffen und Enzymen ist in der Regel besonders hoch.

Der Rapshonig hingegen kristallisiert machmal schon innerhalb von wenigen Tagen. Er kann mitunter "Steinhart" werden.

Nun müssen wir Imker den Honig ja auch noch in Gläser abfüllen und der Kunde wünscht sich ein "streichfähiges" Produkt für sein Sonntagsbrötchen. Wie passt das jetzt alles zusammen?

Nach dem Schleudern fülle ich den Honig immer direkt in ein 40kg-Eimer, dem sogenannten Hobbock, ab und warten auf den Beginn der Kristallisation. Wird der Honig im Eimer langsam trübe, beginnt der Imker mit dem regelmßäigem Rühen oder Stampfen. Mir einem scharfkantigen Werkzeug, dem "Honigrührer", werden die Honigkristalle klein geschlagen. Dieser Porzess kann mehrere Tage andauern. Der Honig bekommt einen perlmutartigen Schimmer und bleibt steichzahrt. Wenn alles klappt!

Hier den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, hat meiner Meinung nach nicht nur etwas mit Erfahrung zu tun, sondern bedarf auch "magischer Kräfte". Es kann einen zur Verzweiflung bringen! Beginnt der Honig nach dem Abfüllen im Glas weiter auskristallisiert, entzieht er sich unserer Kontrolle. Wir Imker hoffen immer den perfekten Zeitpunkt zu erwischen, aber Grobe Kristalle, die erst im Glas entstehen, können wir nicht verhindern oder im Nachhinein entfernen. Der Honig wird grieselig (sandig) auf der Zunge. Der Qualität tun das keinen Abbruch. Wer das nicht mag, muss den Honig im Tee oder auf einen warmen Toast verzehren.

 

Kann man festgewordenen (kristallisierten) Honig wieder verflüssigen?

 

Ja, indem Sie das Honigglas vorsichtig im Wasserbad erwärmen. Keinesfalls sollte der Honig über 40°C erwärmt werden. Er könnte sonst durch die Zersetzung des Zuckers Schaden nehmen. (HMF-Gehalt)

Mein Honig

- Genuss mit allen Sinnen -

 

Wie muss ich den Honig lagern?

Am besten das verschlosse Glas im Kühlschrank aufbewahren! Das ist immer noch die beste Lösung. Die Bienen haben den Honig lange bearbeitet, damit der trockener und haltbar wird. Bleibt das Honigglas offen stehen, würde der Honig wieder aus der Umgebungsluft Wasser ziehen (Hygroskopie) und er könnte auch anderen Geschmack annehmen. Ebenso sollte der Honig unbedingt vor Sonneneinstrahlung und Wärme geschützt werden. Der Honig könnte sich im Glas in seine Bestandteile auftrennen und zu gären beginnen. Wird er Honig wiederum schnell verzehrt, können ihn ein paar Tage Zimmertemperatur nichts anhaben. Trotzdem sollte Honig immer dunkel, trocken und kühl gelagert werden. So bleibt er lange halt- und genießbar.

 

 

Der Raps wird in der Landwirtschaft überwiegend zur Gewinnung von Rapsöl angebaut. Die Pflanzen selbst brauchen die Bienen zur Bestäubung aber nicht mehr. Das erledigt bei den heutigen Sorten der Wind. Bei der Pflanze gehen 20 bis 50 Blüten nacheinander auf und je nach Witterung blühen sie bis zu fünf Wochen. Der Honigertrag ist auf fetten Böden sehr gut.

Der Honig ist weiß bis elfenbeinfarbig, sehr süß und mild.

 

Raps

Im Spätsommer bringe ich meiner stärksten Völker noch ins Wendland in die "Nemitzer Heide" zur Heidebühte. Dort ernte ich zum Jahresabschluss den rötlich braunen, geleeartigen, kräftig herben Heidehonig.

 

Direkt an meinem Haus- und Heimatstand habe ich mehrere Linden stehen. Die Blüte des Laubbaumes und der Honigtau, der normalerweise auch zu dieser Jahreszeit in Juni anfällt, kann sehr ertragreich sein.

Der Honig ist hellgelb, aromatisch und kann auch ein ausgeprägtes kräftiges Aroma haben.

Die Acker-, Sau-, oder Pferdebohne wird in Schleswig-Holstein überwiegend auf "fetten" Böden angebaut und als Futtermittel für Tiere genutzt. In anderen Regionen wird die "Dicke Bohne" auch für die menschlichen Ernährung verwendet.

Der Honig ist sehr dunkel, kräftig und aromatisch.

 

Heide

 

Linde

 

Ackerbohne

Habe ich keine regionale Einzel- oder Massentrachein, setzt sich die Honigernte aus dem zusammen, was sonst noch alles in der Nachbarschaft blüht....... von der

Obstblüte, Robine, Löwenzahn, Kastanie, Phacelia, Klee, Sonnenblume, etc.

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